Pavlína Chvátalová
In der Tschechischen Republik gibt es heutzutage 14 spezielle Grundschulen
für die Hörgeschädigten, in denen sowohl schwerhörige als
auch gehörlose Schüler unterrichtet werden. Diese Schulen unterscheiden
sich voneinander durch die Lehrverfahren, welche beim Unterricht und bei der
Erziehung der Hörgeschädigten angewendet werden. Es handelt sich überwiegend
um die die Philosophie der totalen Kommunikation propagierenden Schulen, wo
in speziellen Klassen das bilinguale Verfahren für Erziehung und Unterricht
der gehörlosen Grundschüler als Versuch überprüft wird.
Eine der im allgemeinen geltenden Voraussetzungen für die Annahme des bilingual-bikulturellen
Modells ist die Akzeptierung des Rechts von Gehörlosen auf wertvolle Kommunikation,
was eigentlich die Betonung der Bedeutung von der Zeichensprache für die
optimale Lebensentfaltung der gehörlosen Kinder darstellt. Ausländische
Erfahrungen weisen auf die Notwendigkeit hin, qualifizierte gehörlose Lehrer
einzusetzen, die zum Vorbild natürlicher Einprägung der Zeichensprache,
Gesellschafts- und Kulturentfaltung und nicht zuletzt der Steigerung vom Selbstbewußtsein
gehörloser Schülern werden.
Nicht nur bei uns, sondern auch in Grundschulen in Schweden, Finnland, Österreich
und in anderen Ländern mangelt es offensichtlich an qualifizierten gehörlosen
Lehrern. Im Schuljahr 2001/2002 arbeiteten nach der Untersuchung in Sonderkindergärten,
an Grund- und Mittelschulen in der Tschechischen Republik insgesamt 45
hörgeschädigten Pädagogen (Lehrer, Erzieher und Assistenten),
von denen 23 Lehrer. Was die Hörschäden betrifft, war diese Gruppe
nicht gleichartig, es gab sowohl prälinguale Gehörlose als auch Schwerhörige.
Für diesen pädagogischen Beruf ist die entsprechende Qualifikation
der Lehrer nötig. Alle Bedingungen zu erfüllen und ebenso die erforderliche
Ausbildung zu erreichen, bedeutet für die Hörgeschädigten, insbesonders
für prelinguale Gehörlose, eine große Schwierigkeit. Die Kommunikationsbarriere
durch Ertaubung in früher Kindheit hat erhebliche negative Auswirkungen
auf die Entwicklung kognitiver Funktionen dieser Menschen, und beim Studium
begrenzt sie die Informationsaufnahme, welche die Studenten gewinnen können.
Während der letzten Jahre vergrößern sich in der Tschechischen
Republik Möglichkeiten zur Berufsvorbereitung der gehörlosen pädagogischen
Arbeiter. Es sind neue Fachrichtungen entstanden, welche aufs Studium der Schwerbehinderten
konzipiert sind, und an Hochschulen werden neue Zentren für behinderte
Studenten gegründet.
Als Beispiel folgen jetzt nur einige von den aktuellsten Studienmöglichkeiten
für gehörlose Bewerber um den pädagogischen Beruf.
Die gehörlosen Pädagogen, die die erforderliche Qualifikation bisher
nicht erreichten, werden später diese durch anstrengendes Studium beim
Beruf nachholen.
Aktuelles Ziel ist die Gestaltung von optimalen Bedingungen und genügender
Unterstützung für die Vorbereitung der erudierten Pädagogen,
vor allem von Gehörlosen, welche bei ihrer pädagogischen Praxis über
alle Bestandteile der Lehrqualifikation verfügen können, d.h. über
allgemeine Bildung, Kulturübersicht, theoretische und praktische fachliche
Bildung und pädagogisch-psychologische Vorbereitung.
Foto Nr. 1, 2:
Fotos stellen einen hörgeschädigten Lehrer dar. An der Sonderschule
und Schulanlagen für Hörgeschädigte in Brünn unterrichtet
er schon 6 Jahre. Er unterrichtet die Fächer: Mathematik, musikalisch -
dramatische Erziehung, Körperkultur, Arbeitserziehung, Kunst.
Er hat Hochschulausbildung (Grad Mgr.) für Lehrer der entsprechenden Qualifikation.
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Nr.1

Nr.2

Fotos Nr. 3,4:
Fotos stellen der hörgeschädigten Assistenten des Lehrers dar. An
der Sonderschule und Schulanlagen für Hörgeschädigte in Brünn
ist er drei Jahre tätig. Er beteiligt sich am Unterricht der Zeichensprache
im Rahmen des Unterrichts der tschechischen Sprache. Weiter arbeitet er mit
Lehrern beim Unterricht der Arbeitserziehung und Körperkultur zusammen.
Er hat Hochschulausbildung (Grad Bc.).
Bc. Wagner David
Nr. 3

Nr. 4
Fotos Nr. 5, 6:
Der hörgeschädigte Lehrer auf den Fotos ist in der Schule nur sechs
Monate tätig. Er beteiligt sich am Unterricht der Informatik, Mathematik
und tschechischer Sprache. Er hat Hochschulausbildung (Grad Bc.).
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Nr.5

Nr.6

www.deaf.cz
www.ticho.cz
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